Braal

Es war schließlich der Toaster, der Friedhelm Sobotkas Leben an einem sonnigen Junifreitag einen Schlag versetzte. Nach einem blaublitzenden Knall rauchte er und roch verbrannt. Immer schon hatte Herr Sobotka geunkt, eines Tages werde sein Idyll enden. Den Toaster konnte er austauschen. Er sah deshalb in den ersten Momenten kein großes Problem. Lästig war ihm der Vorfall gewiss, doch der Verschleiß von elektrischen Geräten war, das wusste er, für den Menschen von heute ein so verlässlicher Kollateralschaden wie der Verschleiß der Gelenke. Aus der Steckdose über der Küchentheke aber kam ein Knistern. Herr Sobotka ging in den Keller und schaltete prophylaktisch die Sicherung für die Küche aus. Dann begutachtete er die Steckdose, fand jedoch nichts Unübliches an ihr. Er holte sie mit einem Schraubenzieher aus ihrer Verankerung und blickte unentschlossen in das Loch. Um noch etwas mehr zu sehen, bückte er sich, indem er sich mit der Hand an der Wand abstützte. Die Wand war klamm, beinahe nass. Herr Sobotka tastete sie in der Breite ab und in der Höhe. Kein Flecken war trocken.

Jahrelang hatte er sich mit dem Gedanken getragen, dass es besser gewesen wäre, ein Haus als Wertanlage zu kaufen. Nun freute sich Herr Sobotka zum ersten Mal darüber, dass das Haus in der Vorstadt nur gemietet war. Er kontaktierte seinen Vermieter, Herrn Kling. Dieser nahm kurz seinen Bericht entgegen und sagte, er melde sich bald wieder. Drei Tage später ließ sich Herr Kling das Problem noch einmal beschreiben. Herr Sobotka teilte dem Vermieter mit, mittlerweile sei ein wenig Tapete abgeblättert und habe Schimmel dahinter preisgegeben. Darauf beruhigte Herr Kling seinen Mieter und versicherte, er werde sich darum kümmern. Herr Sobotka solle sich keine Sorgen machen. Dieser sprühte, um wenigstens das Mindeste zu unternehmen, ein wenig Schimmelspray auf die sichtbaren Stellen hinter der Tapete. Er wog auch ab, ob es sich lohne, die Wand mit dem Haartrockner seiner verstorbenen Frau abzugehen, doch aus Furcht vor den Stromkosten, die bei täglichem Intensivgebrauch anfallen mussten, hielt er hiervon Abstand.

Weitere vier Tage später – der Schimmel war sichtbar zurückgekehrt – meldete er sich erneut bei Herrn Kling. Der Vermieter schien zunächst überrascht und musste sich offenbar manches wieder ins Gedächtnis rufen, versprach jedoch nach kurzer Bedenkzeit, Anfang der kommenden Woche werde ein Installateur vorbeikommen. Frau Atalay von der Hausverwaltung, die eigentlich in der Sache verantwortlich sei, habe Herrn Huber bereits vor einigen Tagen angefragt und nun habe man sich auf Montag geeinigt.

Herr Sobotka machte am Samstag einen ausgedehnten Spaziergang, weil ihn das Haus in einem für ihn selbst unverständlichen Ausmaß bekümmerte. Abends schaltete er die Sportschau ein und aß Kartoffelsalat. Im warmen Wohnzimmer, fürsorglich in angenehm rötliches Dämmerlicht getaucht, vergaß er beinahe die Küche, die ihm hier nur noch wie ein kaum zu spürender Juckreiz unter der Sohle lag. Am Sonntag wiederholte er den Spaziergang, diesmal mit seinem Sohn, der ihm seinerseits von diesen oder jenen Querelen mit dem eigenen Haus erzählte. Marius kam abends noch mit in das Haus und besah den Schaden selbst. Er sagte seinem Vater, der Schaden komme vermutlich durch einen minimalen Rohrbruch zustande, oben in der Wand, wo das Wasser in den Spülkasten der Toilette auf der anderen Seite lief. Die scheinbar flächendeckende Feuchtigkeit in der Wand erklärte Marius damit, dass auch geringfügige Wassermengen einen Hang zum Sickern hätten und stetig in der Wand hinuntergewandert wären. Es bestehe jedenfalls kein Anlass zur Sorge.

Am Montag klingelte Installateur Huber. Herr Sobotka öffnete hastig. Ob er Kaffee oder ein Brötchen wolle, fragte Herr Sobotka den Installateur, während dieser einen massiven Werkzeugkasten in der Diele abstellte. Es sei sehr lieb, gab Herr Huber zurück, aber er brauche nichts. Er wolle sich nur einen Eindruck verschaffen und sei gleich schon wieder weg. Herr Sobotka führte ihn also in die Küche. Herr Huber strich sich über den Mehrtagebart, schniefte kurz durch. Er sehe sofort, sagte er, dass der Schaden aus dem oberen Stockwerk komme. Welcher Raum über der Küche liege? Herr Sobotka erwiderte, das große Badezimmer befinde sich darüber.

„Da haben wir den Übeltäter dann schon“, sagte Herr Huber. Ob er sich das mal ansehen dürfe?

Oben zückte er ein kleines Feuchtigkeitsmessgerät und hielt es an die Wanne, die Wände, das Waschbecken.

„Alles stark über normal“, sagte er, und hielt zum Beweis das Display des Geräts vor Herrn Sobotkas Gesicht.

„Und was heißt das?“, fragte Herr Sobotka.

„Das heißt, dass wir hier einmal reinemachen müssen. Einmal alles auf und die undichten Rohre austauschen, hier und, ich vermute, auch unten.“

Herr Sobotka atmete schwer durch. Er könne verstehen, dass dies keine guten Nachrichten seien, sagte Herr Huber einfühlsam, doch es sei, wie es sei, und überhaupt müsse der Vermieter dafür aufkommen. Er sei erst einmal fertig. In einigen Tagen werde es weitergehen. Bis dahin eine schöne Woche.

Die Woche verbrachte Herr Sobotka mit Gartenarbeit. Unbelastet von der Situation in den Innenräumen spross und blühte im Garten jedes Beet. Sogar der Wein wucherte endlich am Spalier hinauf und würde vielleicht sogar Trauben tragen. Die Tomaten in einer der Gartenecken waren von Käfern befallen, doch sie ließen sich mit Brennnesselsud rasch bekämpfen.

Am Donnerstag rief Frau Atalay an. Sie fragte, ob er im Badezimmer jetzt wieder Strom habe. Herr Sobotka antwortete, er habe in der Küche an einer Wand keinen Strom, im Badezimmer schon. Frau Atalay sagte, sie schicke jemanden vorbei, der sich das Problem einmal ansehen werde. Hierauf bedankte sich Herr Sobotka bloß, obwohl es ihm seltsam vorkam. Nachmittags stand ein unbekannter Mann vor der Tür. Er hatte eine Auszubildende dabei. Auch sie lehnten Herrn Sobotkas Verpflegungsvorschlag ab. Der Mann, beinahe im Rentenalter, zog ständig seine Brille an und aus und diagnostizierte, die Nässe rühre von einem Mikroriss in der Wand her und habe sich schleichend ausgebreitet. Herr Sobotka erwiderte, sein Sohn habe Ähnliches gesagt. Es sei wohl das Rohr über dem Spülkasten.

„Nein, das nicht. Kommen Sie mal mit!“

Sie gingen in das kleine Badezimmer neben der Küche.

„Sehen Sie“, sagte der Handwerker, „dort verläuft das gesamte System, nicht nur für das Bad, auch für die Küche, sprich das Waschbecken und auch Ihre Spülmaschine, Waschmaschine, und dergleichen. Solange es ein Mikroriss ist, ist das kein Problem. Aber der Durchfluss ist gestört. Und wenn der irregulär ist, dann kann das an allen Stellen auftreten, sprich, wenn man einmal einen Riss hat, dann kann das ganze System zusammenklappen. Deshalb müssen wir hier unten alle Rohre prüfen.“

Herr Sobotka sagte, ein Installateur habe von Arbeiten im großen Badezimmer oben gesprochen. Darauf wollte der andere das große Bad sehen. Hier seufzte er und sagte, nachdem er gehört hatte, welche Arbeiten angedacht waren, das Rohrsystem hier oben sei so alt – das sehe er auf einen Blick – dass man sofort alle Wände austauschen müsste. Glücklicherweise seien die Rohre alle in Ordnung. Es seien zwar Bleirohre, weshalb er davon abraten würde, aus dem Hahn zu trinken, doch wenn man sie vorschriftsgemäß entfernen wolle, würde dies riesige Arbeiten nach sich ziehen. Die Wand sei trocken, nichts sei undicht. Er würde Herrn Sobotka empfehlen, hier oben nichts zu unternehmen. Das Problem sitze im unteren Stock.

Die junge Auszubildende sagte daraufhin, über solche Zwischenräume könne man sowieso nicht verfügen. Hier könnte eben alles sitzen, von Asbest bis zur Mäuseplage. Wer könne schon von sich behaupten, die eigene Wohnung zu kennen? Sauber und rein sei sie nur auf dem Papier der Architekten. Aber in Wahrheit sei das Innere von Wänden ein fremdes Reich. Selbst unter dem gepflegtesten Haus finde man nach ein paar Jahren sozusagen verscharrte Skelette von Annodazumal. Sogar Dinosaurierknochen würden sie nicht überraschen. Sie zuckte mit den Achseln und schien sich über ihre Worte zu amüsieren. Ihr Chef stand offenen Mundes daneben, sah aus, als wollte er sie schelten, und wüsste nur noch nicht wofür. Anschließend drückte man Herrn Sobotkas Hand und verabschiedete sich.

Herr Sobotka wollte sich zunächst ablenken, doch dann rief er Frau Atalay von der Hausverwaltung an. Sie meldete sich schmallippig. Herr Sobotka bekundete, er sei verwirrt. Der Handwerker von eben habe davon gesprochen, das Problem sitze unten, während ein anderer es oben im Badezimmer verortet hätte. Wie denn nun weiter verfahren werde? Frau Atalay sagte, sie mache nur die Kommunikation. Welchen Fahrplan man nun wählen würde, müsse Herr Kling als Vermieter entscheiden. Herr Sobotka solle sich also an diesen wenden. Umgehend telefonierte Herr Sobotka mit Herrn Kling. Der Vermieter zeigte sich verblüfft über Herrn Sobotkas Ausführungen. Er habe gedacht, Herr Huber würde erst nächste Woche wiederkommen. Es sei nicht Herr Huber gewesen, antwortete Herr Sobotka.

„Ich verstehe“, sagte Herr Kling, „dann war es mit Sicherheit einer seiner Angestellten. Mein guter Herr Sobotka, keine Sorge.“

Ob er sich das Problem nicht auch einmal ansehen wolle, fragte Herr Sobotka.

„Selbstverständlich“, erwiderte Herr Kling. „Wir telefonieren nächste Woche und dann komme ich mit Frau Atalay vorbei.“

Den lauen Abend verbrachte Herr Sobotka auf der Terrasse. Er hatte sich Nudeln mit Tomatensauce gekocht, doch sie schmeckten ihm nicht. Er hatte keinen Hunger, überließ den Teller den Wespen, die sich den Parmesan herausschnitten.

In der Nacht fand er kaum Schlaf. Erst um fünf setzte er in dumpfen Tiefschlaf über. Später weckte ihn ein schrilles Klingeln. Er wusste, es konnte nicht für ihn sein. Wer würde ihn denn jetzt besuchen? Er legte sich sein Kopfkissen über den Kopf. Doch es klingelte noch zweimal. Benommen öffnete Herr Sobotka die Haustür. Der junge Mann vor der Tür beäugte ihn leicht indigniert. Er stellte seinen Werkzeugkasten krachend ab.

„Ich… soll hier die Wand machen“, sagte er.

Herr Sobotka trat wortlos zur Seite, wies lakonisch nach drinnen. Nun schritt auch Herr Huber in den Vorgarten.

„Guten Morgen, Herr Sobotka“, grüßte Herr Huber fröhlich. „Dürfen wir rein?“

Herr Sobotka entgegnete, er habe noch geschlafen und von nichts gewusst.

„Uns wurde gesagt: halb acht. Sie sind informiert, hat man uns gesagt.“

Wer das gesagt habe, wollte Herr Sobotka wissen.

„Na, die Hausverwaltung, wie Sie sich vielleicht denken können“, antwortete Herr Huber, als habe sich Herr Sobotka eine Unverschämtheit erlaubt. „Sie sind nicht schuld, wir sind nicht schuld. Wir machen nur unsere Arbeit, ja? Mirco, zack!“

Herr Huber schnipste, wies mit dem Finger auf den Werkzeugkasten und schickte seinen Angestellten dann in das Haus. Der Angestellte ließ sich von Herrn Sobotka in die Küche führen und begann mit der Arbeit. Was heute gemacht werde, fragte Herr Sobotka. Es könne bis nach Mittag gehen, erwiderte Herr Huber. Das Waschbecken im Bad sei im Übrigen auch rissig und müsse bestimmt mal ausgetauscht werden.

„Ich empfehle mich“, sagte er, drückte Herrn Sobotka die Hand und verschwand.

Um neun kam der Angestellte zu Herrn Sobotka ins Wohnzimmer. Dieser skizzierte gerade eine Skulptur für einen örtlichen Wettbewerb. Er sei jetzt fertig und werde gehen, sagte der Angestellte. Er habe ein wenig vom Putz auf die Terrasse vor der Küchentür gelegt, wie Herr Sobotka vielleicht vom Wohnzimmer aus gesehen habe. Der Putz werde zum Schluss natürlich wieder entfernt. Ob das so in Ordnung sei? Herr Sobotka bejahte und merkte an, der Chef habe gesagt, die Arbeit werde vor Mittag nicht abgeschlossen sein. Davon wisse er nichts, sagte der Angestellte. Vielleicht komme noch jemand. Es kam jedoch niemand mehr. Herr Sobotka wartete bis zwei, ehe er in die Küche ging.

Der Angestellte hatte ein Rohr in der Wand freigelegt und die Armatur des Waschbeckens ausgetauscht. Herr Sobotka kratzte sich den Schädel und rief Herrn Kling an. Dieser beteuerte unverzüglich, es tue ihm sehr leid. Er habe von diesem morgendlichen Überfall nichts gewusst und werde mit Frau Atalay sprechen. Kurze Zeit später meldete er sich wieder und sagte, Frau Atalay habe auch nichts davon gewusst. Sie habe lediglich von Herrn Ziemer, der sich auf Nachfrage als der Alte mit der Auszubildenden herausstellte, gehört, dass Herr Huber im Laufe des Tages vorbeikommen würde, sich diesbezüglich aber mit Herrn Sobotka in Verbindung setzen würde. Noch einmal entschuldigte sich der Vermieter und wünschte ein schönes Wochenende. Herr Sobotka teilte Herrn Kling, kurz bevor dieser auflegen konnte, mit, er habe keine Lust auf das weitere Vorgehen und werde bis übernächste Woche an die Nordsee fahren. Er lege den Hausschlüssel in den Briefkasten und den Briefkastenschlüssel unter die Fußmatte. So könne der Rest in den kommenden zwei Wochen erledigt werden. Herr Kling willigte ein.

Herr Sobotka verbrachte eine erholsame Zeit in seiner Ferienwohnung. Auf dem Heimweg schüttelte er den Kopf, weil er zu wissen glaubte, dass bestimmt nichts weiter im Haus geschehen sei. Vielleicht wäre noch ein weiteres Rohr frei, auch wenn er hoffte, die Handwerker wären fleißig gewesen und hätten das Problem gelöst. Er dachte daran, dass er die Rente nun zum ersten Mal bereute und sich wünschte, wenigstens tagsüber nicht im Haus zu sein. Er fragte sich zum ersten Mal, weshalb er so selten ausging. Als er in die Einfahrt bog und das Haus betrachtete, schien es ihm, als sei innen nichts geschehen. Frau Krisch von nebenan stierte ihn böse aus ihrem Schlafzimmer an. Er nickte ihr knapp zu, teils höflich, teils herausfordernd, dann schloss er das Haus auf.

Wie er erwartet hatte, konnte er in der Diele nichts erkennen, was darauf schließen ließ, dass jemand im Haus gewesen war. Aus der Küche aber schienen Staubschwaden zu quellen. Herr Sobotka eilte hinein und fand sich im Innern einer offenen Baustelle wieder. Alle Wände, nicht nur die nasse Wand, waren entkleidet und gaben den braungrauen Schutt der Zwischenräume preis. Manche Rohre blitzten in frischem Silberton, andere waren halbiert oder steckten als Teilstücke in der Wand. Vorahnungsvoll drehte sich Herr Sobotka zur Terrasse um und wurde eines Schutthaufens gewahr, der sich über die halbe Fläche erstreckte und in die Höhe reckte. Um sich nicht weiter mit seinen Gedanken zu beschäftigen, rannte Herr Sobotka trotz seiner neunundsiebzig Jahre die Treppe hoch und erblickte den Rest eines Bades. Er holte das Telefon, das er sich unten eingesteckt hatte, hervor und wählte, wählte, wählte. Erst Herr Huber nahm ab.

Sehr verbindlich, aber bestimmt unterbrach Herr Huber den atemlosen Herrn Sobotka. Die Küche sehe aus, wie sie aussehe, weil Herr Ziemer auf Weisung von Frau Atalay Mircos Arbeit fortgeführt habe, obwohl er selbst gefordert habe, dass man unten nur den geringen Schaden an den kleinen Rohren behebe und sich dem oberen Stockwerk zuwende. Herr Ziemer habe bei seinem Unterfangen hinter dem Haus eine Schlagader verletzt, weshalb durch den hohen Druck Rohre im gesamten Haus geplatzt seien. Man kenne noch nicht das Ausmaß, aber das Wasser habe zumindest in der Küche und im Wohnzimmer alle Wände durchtränkt. Es liege wohl daran, dass in grauer Vorzeit das Rohrsystem auf der anderen Seite verlaufen sei.

Herrn Sobotka gingen viele Gedanken durch den Kopf, doch er konnte nur fragen, was, wenn dies alles schon so gewesen sei, wie Herr Huber sagte, im oberen Badezimmer geschehen sei.

Es habe sich gezeigt, sagte Herr Huber, dass, wie er damals schon festgestellt habe, sämtliche Kupferrohre in der oberen Etage beschädigt seien. Deshalb habe man kurzen Prozess gemacht. Unglücklicherweise sei die Decke aufgrund der veränderten Statik eingestürzt, was aber soweit kein Problem sei und häufig vorkomme. Man habe die Ratten aus dem kleinen Zwischenraum zwischen Dachboden und Bad durch einen Kammerjäger entfernen lassen. Eine vollständige Rattenfreiheit sei zwar nicht abschließend zu gewährleisten. Dennoch gehe man fest davon aus, dass keine Rattenplage zu befürchten sei. Die Reparatur der Decke wolle man zeitnah angehen. Es bestehe kein Grund zur Sorge. Das Schlafzimmer sei vollends in Ordnung. Und der Rest werde spätestens in ein paar Wochen wieder wie neu aussehen.

Herr Sobotka legte auf. Er telefonierte noch mit der Hausverwalterin und dem Vermieter. Beide bezeugten Anteilnahme und gelobten, man werde den Prozess für ihn so angenehm wie möglich gestalten.

Die Nacht über saß Herr Sobotka in seinem Bett, lehnte hinten am Kopfteil, und fühlte sich eingesperrt. Er schlief nicht und wartete auf Handwerker, die für den nächsten Morgen um acht Uhr angekündigt waren. Als sie um zehn eintrafen, ging Herr Sobotka spazieren. Mirco, den er schon kannte, entschuldigte sich, die anderen hätten dort, wo er die wenigen Teile hingelegt hatte, alles Weitere auch deponiert. Herr Sobotka entgegnete fast väterlich, es sei ihm mittlerweile egal. Was auf der Terrasse passiere, passiere eben, solange man es ihm am Ende wiederherstellen würde. Täglich unternahm er nun Spaziergänge. Jeder führte ihn weiter vom eigenen Haus weg. Doch selbst wenn er mehrere Stunden unterwegs gewesen war, hielten sich noch Handwerker in seinem Haus auf. Er zog sich in sein Schlafzimmer zurück und starrte aus dem Fenster. Wenn sich die gemeinsten Nöte bemerkbar machten, ging er hinunter in den Garten, wo man ihm ein Dixiklo hingestellt hatte, das auch seine Besucher benutzten. Dann sah Herr Sobotka eine Weile bei dem seltsamen Prozedere im Garten zu. Schier endlos schien man Unnützes oder derzeit Überflüssiges im Haus zu finden. Wenn ein Mensch wieder ins Haus ging, kam ein anderer heraus. Die Terrasse veränderte sich. Man türmte das Gerümpel zum Himmel hinauf.

Die Nachbarn drohten ihm derweil mit Klagen, allen voran Frau Krisch. Herr Sobotka gab zu verstehen, dass nicht er, sondern der Vermieter verantwortlich sei. Frau Krisch belehrte ihn, Eigentum verpflichte, und wer sich in einer schönen Vorstadt einmiete, der meide die Pflicht. Zur Miete zu wohnen, sei eine Feigheit, und jetzt müssten sie und die anderen Nachbarn darunter leiden. Ob er nicht in der Lage sei, dem Vermieter mal Feuer unterm Hintern zu machen. Herr Sobotka ging bald nicht mehr auf solche Kommentare ein. In einem Anflug von Hoffnung fragte er Herrn Ziemer, der sich gerade mit Herrn Huber gestritten hatte, was denn nun alles auf dem Schutthaufen lande.

„Ja, im Moment“, sagte Herr Ziemer, „ist es der Boden vom Wohnzimmer, wo Herr Huber ein Wasserbecken drunter vermutet hat, so ein altes von früher, womit man die Wanne geheizt hat. Da war die Überlegung, dass sich viel Fäulnisschlamm gesammelt hat im Laufe der Jahre und dass die Rohre da eben noch alle zusammenlaufen. Und dieses Fäulnisgas kann dann, wenn das Rohr zu stark gedichtet ist, sich anstauen und bei Wärme zum Platzen führen, weil es sich schnell ausdehnt. Dann läuft natürlich Wasser aus. Ich hab ihm gesagt, dass es nicht nach Gas riecht und auch nicht faul, wol? Aber er hat drauf bestanden. Und da hab ich ihn machen lassen. Für Sie, Herr Sobotka, ist das nicht weiter schlimm. Das ist Vermietersache. Die Jungens bringen die kaputten Holzlatten jetzt raus und dann kommt hübsch neuer Boden rein.“

Herr Sobotka nickte schwach, wendete sich ab.

Da ergriff ihn Herr Ziemer noch einmal: „Wenn Sie mich fragen, liegt das ganze Problem an den Leitungen. Ein kleines Loch im Rohr kann ja immer passieren. Aber die Stromleitungen sind so engmaschig verlegt – Sie sehen ja die ganzen Steckdosen drinnen – dass der Strom irgendwann durch die nasse Wand in das System geleitet wird. Dann ist der in den Rohren, nur ganz kurz, versteht sich, aber dann können die Rohre an den Übergängen durchschmoren. Riechen Sie mal? Das ganze Haus riecht nach Elektroschrott, sogar hier draußen.“

Daraufhin rief Herr Sobotka seinen Vermieter an. Was er sagen wollte, wusste er nicht. Herr Kling äußerte am Telefon, er bedauere sehr, wie die Situation verlaufe. Er sei bereit, einer vorübergehenden Mietminderung um fünfzig Euro pro Monat zuzustimmen. Dieses Letzte war für Herrn Sobotka fast das Schlimmste. Ihn beschlich zudem der Verdacht, der Vermieter sei nicht hundertprozentig sicher, welcher Verlauf der Sache ihm am liebsten wäre. Er fühlte sich vertrieben und krank, hatte die Phase der Wut verpasst. Sie hatte sich in ihn hineingefressen, ihn aufgezehrt, alle Nerven- und Blutbahnen verklumpt. Und dann verschwand er. Man traf ihn nicht mehr zu Hause an. Das Projekt wurde trotz allem fortgeführt.

In den ersten Tagen merkte niemand, dass Herr Sobotka nicht mehr zugegen war. Als man die Abwesenheit des Mieters bemerkte, vermutete man, er sei wieder verreist und habe nicht Bescheid gesagt. Die Ausschlachtung des Hauses ging voran, der Turm auf der Terrasse wuchs. Auch der restliche Garten wurde stellenweise erschlossen. Erst nachdem Herr Kling eine ausbleibende registriert hatte, begann eine Suche. Monate verstrichen und Herr Kling sah sich gezwungen, Klage einzureichen. Außerdem meldete man Herrn Sobotka als vermisst. Die Behörden übernahmen die Suche nach dem Vermissten, wurden bei seinem Sohn vorstellig, doch dieser sagte, er habe lediglich vor Monaten gehört, dass sein Vater für längere Zeit ins Ausland reisen wolle. Den genauen Aufenthaltsort kenne er nicht. Das Verfahren lief in den folgenden Monaten also weiter. Gerichtsvollzieher prüften das Innere des Hauses und beschlagnahmten Herrn Sobotkas Habseligkeiten.

In der Zwischenzeit hatte das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen, eine neue Landstraße zu bauen. Hierfür sollte ein kleines Waldstück in der Nähe von Extertal planiert werden. Mittels eines Wärmesuchgeräts fand man, in Vorbereitung der Bauarbeiten, einen Mann in einer kleinen Schlucht. Hier lebte er offensichtlich in einer tiefen Aushöhlung. Eines kam zum anderen und die Behörden erkannten in dem Mann Herrn Sobotka, der scheinbar schon seit Monaten hier hauste. Nachdem die Bauherrenschaft an ihm verzweifelt war, forderte ihn die Polizei auf, das Gelände zu verlassen. Doch Herr Sobotka widersetzte sich, schwang hin und wieder einen behauenen Holzstab und rief Unverständliches. Er heimse sich große Probleme ein, warnte ihn eine Polizistin. Dies sei schon bald ein Fall für die Justiz. Herr Sobotka aber entgegnete, dies habe keine Gültigkeit mehr für ihn. Selbst die Justiz der Vereinten Nationen brauche ihn nicht in ein Verfahren zu verwickeln. Er beuge sich fortan nur noch dem obersten Höhlenherrscher Braal. Nichtsdestotrotz wurde er im Blitzlichtgewitter der Lokalpresse von Polizisten abgeführt und musste sich bald vor einem Gericht wegen zivilen Ungehorsams verantworten, wobei auch der Prozess wegen der ausbleibenden Mietzahlungen noch auf ihn wartete. Sein Verteidigungsplädoyer verlas er selbst mit stolzgeschwellter Brust: Sein ehrenwerter Ahnherr Braal schütze ihn. Besagter Braal sei dem Kirnen des Milchmeers abgewonnen, da der Lotos übrigblieb, nachdem Havi das dickflüssige Milchmeer ausgetrunken hatte und dieser Lotos von dem schlangetötenden Adler hinfortgebracht worden war, in eine Höhle auf Kreta. Hier sei Braal dem Lotos entstiegen, Braal, der Höhlengänger, der alle Stalagmiten und Stalaktiten benannt, jedes Gewölbe durchmessen und tausende Stollen zum Einsturz gebracht habe. Der Tilger und Verzehrer der Bergleute, der Erdbebenmacher und Lavakönig. Wollten sie ihn, Friedhelm Sobotka, wegen welcher Anklagen auch immer wegsperren, so würde ihm Braal am ersten Abend zur Flucht verhelfen, denn Braal kenne alle Wege im Erdinnern. Er plädiere also auf Freispruch, ob unschuldig oder nicht, da Braal ihn auf die eine oder andere Weise retten würde. Auch eine Hinrichtung werde sich nicht lohnen, denn die Beerdigung würde ihn nur näher an Braals Hallen bringen. Eine Verurteilung sei sinnlos. Entkräftet, aber hämisch verhängte die Richterin eine Geldstrafe. Diese Geldstrafe jedoch wurde nicht beglichen und man fand Herrn Sobotka kurze Zeit später wieder in seiner Höhle, wo er Augenzeugen zufolge lauthals Beschwörungen rief und einen neuen Holzstab in den Waldboden schlug oder in die Lüfte reckte. Wieder wurde er abgeführt. Der Prozess gegen ihn wurde nun mit einem anderen Schwerpunkt geführt.

An einem sonnigen Tag, kurz nachdem man Friedhelm Sobotka in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen hatte, löste sich unten der Türstopper aus dem Turm im Garten. Was an Müll zu Boden stürzte, bedeckte den Garten, das Nachbargrundstück und die Straße dahinter und erschlug obendrein Herrn Huber und Frau Atalay. Rasch wurde diese tragische Geschichte mit Hilfe einer reichweitenstarken Boulevardzeitung im ganzen Bundesgebiet verbreitet. So kam man auch auf Herrn Sobotka zurück und komplettierte das Bild, indem man fragte: „Hat Höhlenspinner S. seine Feinde verflucht?“ In den sozialen Medien verfolgte man einen anderen Ansatz. Ein Sechzehnjähriger griff sich beim Mountainbiken mit seinen Freunden einen Stock und improvisierte vor laufender Kamera einen sogenannten Braaldance, zu dem das Intro von Michael Jacksons Thriller eingespielt wurde. Der Clip fand auf Tiktok viele Nachahmer und schaffte es in die Wohn- und Schlafzimmer, die U-Bahnen und Büros der Welt, woraufhin sich hier und dort auch die Geschichte verbreitete. Rasch vergaß man diesen kleinen Scherz. Einige Wochen tat sich an der Oberfläche nichts, derweil hinter verschlossenen Türen eine Bewegung ausgehoben wurde. Joseph und Emma Stones wussten nichts von dem Clip, doch über verschlungene Wege waren sie an die Geschichte gelangt. In ihnen, begeisterten Anhängern der Paläoernährung, regte sich ein Gefühl, das sich ausdehnte und plusterte, bis sich daraus ein feuriges Ziel ergab. In Tilden, Nebraska, gründete man die Church of Braal. Joseph und Emma Stones scharten Anhänger um sich, erst aus der Nachbarschaft, dann überregional. Man traf sich zu gemeinsamen Wanderungen von Tilden über Missouri nach Tennessee. Von Höhle zu Höhle zog der Tross, sang dabei, wilderte und plünderte Felder. Als wiederholt Anhänger der Bewegung festgenommen wurden, verklagte die Church of Braal die betreffenden Bundesstaaten. Man sehe sich im Streben nach Glück eingeschränkt. Dies sei ein Verstoß gegen die Verfassung. Man werde sich zu helfen wissen. Fortan trugen alle Mitglieder Waffen, unter der Voraussetzung, sie nur im äußersten Notfall einzusetzen. Die Klage wurde abgewiesen, ein Eintrag als kriminelle Vereinigung geprüft, worauf die Church of Braal nach außen hin die Bewaffnung ihrer Kader aufgab, im Verborgenen aber zur Nutzung des zweiten Verfassungszusatzes ermutigte. Das Wildern und Plündern wurde ebenso heimlich weiter betrieben, wenn auch in wesentlich geringerem Ausmaß.

Zum achtzigsten Geburtstag besuchte eine Delegation der Church of Braal Herrn Sobotka in seiner Einrichtung. Feierlich bat man ihn unter Vermittlung einer Dolmetscherin, den Vorsitz der Kirche zu übernehmen. Im Zuge dessen beglich man sämtliche Schulden, die Herrn Sobotka anhingen. Herr Sobotka willigte ein. Zwar widersetzte sich das Landesgericht Nordrhein-Westfalen in letzter Instanz einer Entlassung Sobotkas aus der Einrichtung, doch Mitglieder der Church of Braal bewirkten in einer verdeckten Aktion seine Freiheit, führten ihn nachts über die offene Grenze nach Luxemburg und flogen mit ihm in die Heimat, wo er zuoberst in den Verband eingegliedert wurde.

Zunächst gefiel ihm die neue Aufmerksamkeit. Seinen Lebensunterhalt sah er zudem gesichert. Man kümmerte sich um ihn wie um einen Fürsten. Der Aufwand, der um ihn betrieben wurde, belustigte ihn und war ihm nur ein wenig unangenehm. Doch trotz seiner hohen Stellung konnte er sich eine Weile entziehen, falls ihm danach war. Es dauerte indes nicht lange, bis Rufe nach seiner Weisheit laut wurden. Man wollte von ihm Worte der Offenbarung hören. Sicherlich wisse er etwas, was seine Gemeinde hören musste. Gewiss würde Braal zu ihm sprechen. Nachdem man ihn wochenlang angefleht hatte, murmelte Herr Sobotka am abendlichen Feuer, am dritten August werde etwas geschehen. Und tatsächlich entgleiste am dritten August ein Güterzug mit Flüssiggas, worauf eine Explosion eine Kleinstadt vernichtete. Von diesem Zeitpunkt an war jedes seiner Worte Gesetz. Er aber verstummte zunehmend, bis er zuletzt kein Wort mehr vor der Gemeinde sagte. Die Gemeinde akzeptierte sein Schweigen. Es erschien würdevoll und weise. Zu gegebener Zeit würde er wieder sprechen und was er sagen würde, wäre ein Geschenk. Selbst wenn er sich nicht mehr mitteilte, musste er bei jedem Anlass dabei sein. Wenn er aber am abendlichen Feuer die Gebete zu Braal hörte oder mitbekam, dass eine Anhängerin einen anderen belehrte, weil dessen Worte auf diese oder jene Weise dem Willen Braals widersprächen, kamen ihm Herrn Hubers Gesicht und sein altes Haus ins Gedächtnis. Überdies wurden ihm die unablässigen Pilgerfahren lästig, wennschon er in einer Sänfte von Höhle zu Höhle getragen wurde. Neben vielem anderen vermisste er die Sportschau.

Es begab sich, dass ein Fernsehsender den Vorsitzenden der Gemeinde interviewen wollte. Zunächst lehnte Herr Sobotka ab, doch das Ehepaar Stones führte ihm in langen Überzeugungsarbeiten die großen Vorteile vor, die ein solches Interview mit sich brächte. Eine derartige Bühne, eine solche Möglichkeit des Wachstums. Man träumte von einer eigenen Show. So saß Herr Sobotka also um zehn Uhr abends auf einem Stuhl im Fernsehstudio und wurde ausgefragt. Auf halber Strecke ging etwas bei ihm durch. Im Grunde genommen sei ihm alles gleich, sagte er, doch er wolle hier zumindest nicht vorenthalten, ihm sei klargeworden, dass er sich den Höhlenherrscher aus Trotz, Wut oder Kummer lediglich ausgedacht habe. Dies sei das Letzte, was er dazu zu sagen habe, worauf er das Studio verließ. Nach diesem Auftritt stieg Herr Sobotka dem Vernehmen nach in ein Flugzeug und erschien in der Folge nie wieder in der Öffentlichkeit.

Die Church of Braal sah sich auf ihren Accounts in den sozialen Medien großem Hohn ausgesetzt. Herrn Sobotkas Auftritt ging viral. Memes schossen durch den virtuellen Raum. Es kam zu einem Mitgliederschwund. Doch Emma Stones beruhigte die anderen führenden Mitglieder. Sie gehe davon aus, dass die Suche nach Sobotka schlussendlich erfolglos sein würde. Dies jedoch sei verkraftbar, wenn nicht vielleicht sogar vorgesehen. Auf Nachfragen, was sie damit meine, verlas sie eine Kurzfassung einer längeren Schrift, in der sie Sobotkas letzte Worte auslegte. Er habe sagen wollen, ein Überdruss an menschlichen Emotionen habe ihn an den Rand der menschlichen Hülle und tief in sich geführt. Er habe in der Höhle des eigenen Selbst geforscht und dort Braal erkannt, seinen Licht gewordenen Schatten. Im Zuge einer Selbstschöpfung habe Sobotka dann in Deutschland Braal offenbart, habe ihn weniger sich selbst gezeigt, da er schon immer Braal gewesen sei, sondern vielmehr der Welt. Braal und Sobotka seien zwei Erscheinungsformen des ewigen Höhlenherrschers, der, vermählt mit Gaia, der Muttergöttin, im Herzen der Welt alle Gänge durchmesse, wie das Blut den menschlichen Körper durchpulse. Dass er seine Worte als seine letzten Worte bezeichnet habe, sei ein Ausdruck dafür, dass er seine Aufgabe unter den Menschen nun erfüllt habe und den Rest der erhabenen Kirche überlasse. Es gab großen Beifall der Führungsriege, später am Tag dann auch bei einer großen Online-Konferenz aller Mitglieder. Emma Stones schrieb ihre Offenbarung nieder, Joseph Stones ließ sie rasch in die wichtigsten Weltsprachen übersetzen und veröffentlichen. Man verkündete das Wort Braals auf allen Kanälen und verzeichnete zeitweise den prozentual größten Mitgliederanstieg weltweit. Bald folgten Fromme auf dem gesamten Erdenrund dem Höhlenherrscher von Ort zu Ort.

Heute prangt in der großen Tempelhalle der Church of Braal im Herzen von Missouri eine überlebensgroße Malerei von Friedhelm Sobotka an der Wand und über den Häuptern aller Gläubigen. Man sagt, kein Toaster, kein Fernsehgerät, nicht einmal ein Hammer halte hier dem Blick Braals stand.

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